Beinahe jeder hat inzwischen ein Smartphone. Ein Smartphone ist allerdings kein Telefon. Es ist ein Messgerät.

Erst langsam fällt der Groschen, was da alles passiert. Es ist allerdings schwierig zu verstehen, weil der Schaden erst zeitverzögert eintritt.

Was ich heute beispielsweise auf Facebook poste oder like, kann auch erst in ein paar Jahren Folgen nach sich ziehen, wird dann gedanklich aber nicht mehr darauf zurückgeführt. Denn die Datenauswertung findet algorithmisch statt; Computerprogramme finden aus Ihren Daten und Rohdaten unter Umständen Korrelationen heraus, auf die Sie als Mensch nie kommen würden.





Um zu verstehen, wie das funktioniert, kann man sich an der Hurrikan-Forschung in den USA orientieren: Flugzeuge setzen Sensoren ab, die alles Mögliche messen und eine Vielzahl von Daten erheben.

 Diese Daten werden gesammelt und analysiert, daraus wird eine Wetterprognose erstellt und vorhergesagt, in welcher Geschwindigkeit und Stärke der Hurrikan auf die US-Ostküste treffen wird.
Die große Verführung ist nun, das, was bei Naturphänomenen funktioniert, auch auf die Gesellschaft zu übertragen. Dazu braucht man ebenfalls Sensoren. Und im Jänner 2007 hat Apple diese Sensoren über uns abgeworfen – mit der Markteinführung des iPhones. Seither trägt jeder diesen Spion in der Manteltasche freiwillig mit sich herum.


Es ist uns überhaupt nicht klar, was da alles vermessen und gespeichert wird.
Dass ein Smartphone Kamera, Mi­krofon, Telefon und Geo-Positionssensoren enthält, ist bekannt. Im iPhone und in anderen Smartphones sind allerdings auch Sensoren installiert, an die Sie niemals denken würden. Beispielsweise sind Temperaturmesser enthalten.


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