Zweiter Germanwings-Flugschreiber bestätigt absichtliche Eingriffe

Eine erste Auswertung des Donnerstag gefundenen Flugdatenschreibers hat bestätigt, dass das abgestürzte Germanwings-Flugzeug bewusst gesteuert wurde. Gleich mehrfach wurde die Zielgeschwindigkeit im Autopilotensystem erhöht.

Der Flugdatenschreiber bestätigt, dass der Absturz des Germanwings-A320 in den französischen Alpen bewusst ausgelöst wurde. Die französischsprachige Erklärung der französischen Luftverkehrs-Untersuchungsbehörde BEA vom Freitag übersetzt im Wortlaut:

"Der Flugdatenschreiber (FDR, Flight Data Recorder) ist am gestrigen Abend in die Räumlichkeiten der BEA gebracht worden. Die Teams der BEA haben gleich nach der Ankunft mit den Arbeiten zur Öffnung begonnen.

Eine erste Auswertung zeigt, dass der im Cockpit anwesende Pilot den Autopiloten genutzt hat, um das Flugzeug in einen Sinkflug auf eine Höhe von 100 Fuß zu bringen, dann hat der Pilot während des Sinkflugs mehrfach die Einstellungen des Autopiloten geändert, um die Geschwindigkeit des sinkenden Flugzeugs zu erhöhen.



 Die Arbeiten werden fortgesetzt, um den präzisen faktischen Ablauf des Flugs festzustellen."

Datenschreiber lag verkohlt unter Geröll

Einsatzkräfte hatten den zweiten Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine am Donnerstag am Absturzort in den französischen Alpen gefunden. Die Suche nach dem Flugdatenschreiber hatte bei den Bergungsarbeiten zuletzt Priorität. Die Dateneinheit sei "völlig verschüttet" und vermutlich durch ein Feuer "ganz schwarz" gewesen, sagte der französische Staatsanwalt Brice Robin. Der Flugdatenschreiber zeichnet hunderte technische Parameter auf.


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